Rinderquälerei für billige Produkte
In Supermärkten kann man Rindfleisch und Milchprodukte mit Discount Label zu besonders niedrigen Preisen bekommen – da kauft manch einer gleich etwas mehr von der Massenware. Natürlich haben billige Produktionswege eine unschöne Folge, nämlich schlechtere Qualität. Was aber noch viel schlimmer ist, sind die Ursachen für den niedrigen Preis, die dem Verbraucher in der Regel nicht bekannt sind. Die günstigen Produkte sind nämlich das Ergebnis von Massentierhaltung und Qualzucht. Mit artgerechter Tierhaltung lassen sich Fleisch und Milch nicht so billig produzieren. Wer etwas teurere Produkte direkt vom Bauernhof erwirbt, bekommt dafür qualitativ bessere Ware und kann sich zugleich selbst davon überzeugen, dass die Tiere gesund sind und unter akzeptablen Bedingungen gehalten werden.
Massentierhaltung
Quälerei der Milchkühe
Ist das lebenswert ?
Fleisch essen – nur eine Frage der Gesundheit?
Essen Sie noch Fleisch? Wenn ja, dann vielleicht doch eher das von der Pute als vom Schwein oder Rind. Wir erinnern uns in diesem Zusammenhang vor allem an die mit Massentierhaltung verbundenen Umweltskandale: Der Rinderwahnsinn, in der Berichterstattung seit über 15 Jahren und auf die weniger beunruhigende Abkürzung BSE reduziert, ist den meisten Verbrauchern noch ein Begriff. Ständig kommen aber neue Schreckensmeldungen hinzu. So lasen wir zum Jahresbeginn über die alarmierenden Dioxinfunde bei der Schweinefleischproduktion. Doch in Deutschland wurde noch nie so viel Fleisch produziert wie im Jahr 2011: Zu Buche stehen ca. 8,2 Millionen Tonnen. Das in die Schlagzeilen geratene Schweinefleisch machte dabei sogar fast 70 % aus. Und was produziert wird, das kommt auch auf den Tisch.
Gesundheitliche Langzeitfolgen von Fleischkonsum
Unser Verbraucherverhalten scheint die Skandalberichterstattung zunächst zu ignorieren. Zu alltäglich ist diese beunruhigende Informationsflut geworden, um uns zum Umdenken zu bringen.
Mehr Wirkung zeigen eventuell die stetigen Informationen zur generellen gesundheitlichen Konsequenz von Fleischkonsum. In einer Zeit erhöhtem Gesundheitsbewusstseins bringen entsprechende Forschungsergebnisse die Verbraucher zu Verhaltensveränderungen. So gibt es einen beobachtbaren Trend weg vom roten Fleisch (Rind, Schwein und Lamm) zu weißem Geflügelfleisch. Langzeitstudien, die etwa in den USA über 10 Jahre angelegt wurden, haben die Argumente hierzu geliefert: Bei vergleichbaren anderen Gesundheitsfaktoren haben die Esser von rotem Fleisch ein bis zu 1,5 % höheres Risiko zu sterben als Menschen, die solches rotes Fleisch meiden. Vor allem Herz-Kreislauferkrankungen wie Herzinfarkt und auch Krebs sollen zu Lasten dieser Ernährungsweise gehen. Gerätselt wir noch über die Ursachen: In Verdacht stehen ein hoher Gehalt von gesättigten Fettsäuren und Eisen in rotem Fleisch als Auslöser genannter Erkrankungen.
Massentierhaltung auch ein Umweltproblem
Während die gesundheitlichen Argumente heute hinreichend bekannt sind, wird der Umweltproblematik in Verbindung mit Fleischproduktion noch recht wenig Beachtung geschenkt. Dabei kann man durchaus vom Klimakiller Fleisch sprechen. 15 bis 25% des weltweit verbrauchten Wassers fließen in Viehzucht. Mit 20 % Ausstoß von Treibhausgasen stehen für Fleischproduktion gehaltene Tiere noch vor den Werten sämtlicher Verkehrsmittel. Um es noch griffiger zu machen, formulierte das britische Magazin “New Scientist”: Die Herstellung von einem Kilogramm Rindfleisch ist so klimaschädlich wie eine Autofahrt von 250 Kilometern. Der Schaden kann eventuell noch höher veranschlagt werden: Viele Studien berücksichtigen nicht den Energieverbrauch von Rinderfarmen und den resultierenden Fleischtransport zu den Märkten weltweit.
Welche Alternativen Sie haben
Der Bauernhof mit einer Tierhaltung, wie man es von früher kannte, ist so wieder eine Alternative geworden. Artgerechte und biologisch kontrollierte Haltung verbessert nicht nur die Fleischqualität. Auch die erwähnte Aufnahme von Schadstoffen wird verringert. Klimakiller Fleisch kann dann sogar seinen Ruf als Umweltschädiger deutlich verbessern: Schwedische Forscher belegen, dass Ökorinder, die auf der Weide stehen und kein Kraftfutter bekommen, bis zu 40% weniger Treibhausgase produzieren. Es spricht also viel dafür, dass Sie Ihre Einkaufs- und Ernährungsgewohnheiten umstellen. Wer nicht gleich zum Vegetarier wird, sollte seinen Fleischkonsum, besonders den von rotem Fleisch, stark reduzieren. Wenn Sie Fleisch und Wurstwaren kaufen, dann vom kontrollierten Bauernhof und aus geprüften Schlachtbetrieben. Sie tragen so zu Ihrer persönlichen Gesundheit und der unseres gemeinsamen Planeten bei.
Regionale Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung von Lebensmitteln
Lebensmittel legen häufig, bevor sie beim Endverbraucher auf dem Teller liegen, einen weiten Weg zurück. Bei manchen Lebensmitteln ist das lohnenswert, da sie hier nicht angebaut werden können. Dazu zählen Kaffee, Bananen und Orangen. Aber ein anderer, sehr großer Anteil unserer Nahrung kann regional angebaut werden. In solchen Fällen ist es aus ökologischen und ökonomischen Gründen sinnvoll, auf regionale Lebensmittel zurückzugreifen.
Saisonale Lebensmittel
Verkauf von regionalen Erzeugnissen
Lebensmittel online kaufen
Eine weitere Möglichkeit ist die, regionale Lebensmittel online zu vermarkten. Diese wird durch etliche Erzeuger regional in Form einer Frischekiste angeboten. Hier hat der Kunde eine Art Abonnement, er erhält jede Woche eine Kiste regionale Lebensmittel. Die Größe der Kisten richtet sich dabei meist nach der Anzahl der im Haushalt lebenden Personen. Der Kunde kann die Frischekiste wöchentlich auch abbestellen oder aussetzen, er kann sie aber auch um einige regionale Lebensmittel erweitern, die er gerne zusätzlich hätte.
Eine effektive Möglichkeit, regionale Lebensmittel zu vermarkten, ist ein Vertrag mit einem regionalen Supermarkt, der die Abnahme bestimmter Mengen garantiert. Hier sind die Abnahmepreise jedoch geringer als der Preis, der für die Produkte im Direktverkauf erzielt werden könnte. Allerdings spart sich der Erzeuger selbst auch Personalkosten.
Frische Bauernhof Eier von Hühnern aus Bodenhaltung
Man steht vor dem Regal mit den Eiern im Supermarkt und wundert sich über die Preisunterschiede. Mancher Käufer fragt sich sicherlich, woher diese Unterschiede rühren. Sehr entscheidend beim Preis ist die Haltungsform der Hühner. Von Bodenhaltung bis hin zur Käfighaltung liegen sehr große Unterschiede, die sich im Preis widerspiegeln. Je besser die Haltung, desto teurer das so erzeugte Endprodukt.
Zwischenzeitlich wurden aus dem kleinen Bauernhof größere oder große Anwesen, die schon fast einer Fabrik ähneln. Hier werden meist Eier aus Bodenhaltung und andern Haltungsformen sowie Geflügelfleisch erzeugt.
Leider werden in Deutschland immer noch zu wenig Hühner in Bodenhaltung gehalten. Die Käfighaltung ist nach wie vor die vorherrschende Haltungsform für Geflügel.
Bei der Haltung auf dem Boden ist darauf zu achten, dass den Hühnern genügend Platz zur Verfügung steht. Es ist ein großer Kotkasten und Sitzstangen und Legenester anzubringen. Besonderes Augenmerkt sollte auf die Anordnung der Futterbehälter gelegt werden, damit diese nicht durch Kot und sonstigen Schmutz verunreinigt werden.
Wer nun sicher gehen möchte, dass das Ei auf dem Frühstückstisch aus Freilandhaltung auf einem Bauernhof stammt, sollte die Eier direkt beim Erzeuger erwerben. Informationen über die HErkunft kann zudem der auf dem Ei aufgedruckte Stempel geben. Meistens finden Sie in den Deckeln der Eierkartons die Erklärung zu diesem Stempel.
KÄFIGHALTUNG
Streit in der Agrarindustrie – Käfighaltung insbesondere Kleingruppenhaltung der Legehennen!
Der Bauernhof – Das oberste Ziel ist die artgerechte Haltung von Hühnern
Die Zukunft wird entscheiden ob Regierungen und EU gemeinsam an einem Strang ziehen, den Bauernhof als Lebensraum für viele Tiere, wie den Hühnern anerkennen und der Tierschutz bestmöglich verschärfen.
Freilandhaltung – Hühnereier
Wenn Sie Hühnereier vom Bauernhof aus der Freilandhaltung kaufen, dann können Sie sicher sein, dass diese Hühner eine einwandfreie Haltung genießen. Gerade bei dieser Hühnerhaltung muss gewährleistet sein, dass die Hühner keinen Platzmangel haben und genügend Auslauf genießen können. Aus diesem Grund werden diese Hühner zwar in Stallungen, aber dennoch in einem freien Gelände gehalten, so dass die Hühner das frische Gras und auch die dazugehörigen lebensnotwendigen Nahrungsmittel für Hühner vorhanden sind.
Manche Bauernhof Hühner, die in der Freilandhaltung gehalten werden, genießen einen überaus geschützten Raum im Winter oder bei Regen. So können Sie beispielsweise am Bauernhof beobachten, dass ein großes Gehege, fast wie ein Wintergarten, auf der Wiese aufgestellt wurde und mit den Stallungen verbunden ist. In der Freilandhaltung ist dies üblich, damit sich die Hühner auch bei Regen oder wenn Schnee auf der Wiese liegt, trotzdem in der frischen Luft bewegen können.
Bio-Eier – Freilandhaltung mit Futter aus ökologischem Anbau
Der Trend setzt sich seit vielen, vielen Jahren fort. Nicht nur nach Tierfutterskandalen und verseuchtem Fleisch im Handel, wächst der Bedarf an Bio-Lebensmittel-Produkten vom Bauernhof direkt in Deutschland.
Auch Eier bekommt immer man mehr und mehr unter den bekannten und weniger bekannten, und teilweise fragwürdigen Biosiegeln des Handels. Denn nicht überall wo Bio drauf steht ist Bio drin.
Echte Bio-Eier sind am Besten, wenn sie direkt von einem zertifizierten Naturlandbetrieb, was ein kleiner oder ein mittelgroßer Bauernhof mit zum Beispiel eigener Tierhaltung sein kann, kommen.
Das Futter für die Bio-Eier-legenden Hühner sind dann aus ökologischem Anbau, und werden vom Bauernhof direkt eingekauft, und überprüft. Das heiß dann auch, dass die Qualität der Eier viel, viel besser ist, und genau das schmecken sie auch dann: Es schmeckt eben mehr nach Natur.
Das Eigelb ist auch gelber, und das Eiweiß, nicht so weiß. Die Eier sind dann in der Packung zwar nicht alle identisch gleich groß, aber das ist natürlich kein Nachteil für den Verbraucher. Die Verabreichung von Antibiotika und anderen Medikamenten bei den Tieren, beim Bauernhof direkt und in der Nahrungskette vorher, sind bei Naturlandbetrieben verboten.
Zudem ist es Gesetz, dass sechs Quadratmeter je Tier Mindestfläche beim Bauernhof direkt vorhanden sein müssen. Schnäbelkürzen ist bei den Tieren nicht erlaubt.
Im Stall sieht es so aus, dass jeweils sechs Tiere sich einen Quadratmeter Stallfläche teilen. Für die Stallhaltung auf dem Bauernhof direkt für die Hühner gilt ebenfalls eine artgerchte Haltung: Mindestens acht Stunden beleuchtungsfreie Ruhephasen sind für den Bauern einzuhalten.
Bio-Eier sind nicht nur besser für den Verbraucher, sondern auch für das Tier und die Nahrungskette.
Am Besten sie kaufen beim Bauernhof direkt.
Hühnereier – erster Überblick
Durch mein Umzug aus der Großstadt ins Umland bin ich in den Genuss gekommen Eier von wirklich glücklichen Hühner zu essen. Unsere Nachbarin hat nämlich so ca. 10 Hühner und alles was über den Eigenbedarf hinausgeht wird an die Nachbarn verteilt. Danach musste ich mich natürlich gleich mit dem Thema beschäftigen. Und es ist schon grausam, wie in Deutschland mit dem Produkt Huhn umgegangen wird. Ich schreibe mit Absicht Produkt und nicht Tier, da es sich bei einem Tier ja eigentlich um ein Lebewesen handelt. Allerdings kann man von den meisten Hühner nicht behaupten, dass sie Leben.
Ein Glück sind die alten Legebatterien seit 2010 verboten. Als Nachfolger gibt es jetzt die sogenannten Kleingruppenhaltung. Solche Fabriken nehmen ein Teil der Eier und lassen daraus mit Hilfe von Wärmezufuhr die Kücken schlüpfen. Leider kann man für en Zweck nur die weiblichen Hühner benutzen, so dass die Hälfte der Kücken weggeschmissen wird.
Man unterscheidet zwischen den Verschiedenen Haltungsformen
- Bio-Eier – Freilandhaltung mit Futter aus ökologischem Anbau
- Freilandhaltung
- Bodenhaltung
- Käfighaltung seit 2010 Kleingruppenhaltung in Legebatterien
Die Deutschen achten wirklich beim Eier kaufen darauf, wie die Hühner gehalten werden. Aus diesem Grund können die so in Deutschland produzierten Eier bei weitem nicht den Bedarf decken. In Supermärkten werden keine Eier aus Kleingruppenhaltung mehr angeboten, der Grund dafür ist einfach, dass diese Eier nicht gekauft wurden.
4 von 5 Eier werden aus dem europäischen Ausland importiert.
Dieses kann man nicht an der Verpackung erkennen, den diese ist meist für den deutschen Markt. Aber der Stempel auf dem Ei verrät die Herkunft.
Diese Eier werden in Deutschland weiterverarbeitet. So findet man Eier aus Kleingruppenhaltung in Nudeln, Backwaren und Fertiggerichten. Woher nämlich diese Eier stammen interessiert kaum jemanden.